Psychotherapiepraxis
für peripartale Erkrankungen und Eltern-Kind-Bindung
Dipl.-Psych. Vicki Gebhardt
Psychologische Psychotherapeutin
M.Sc. Psych. Juliane Tröger
Psychologische Psychotherapeutin
Über uns
Mein Name ist Vicki Gebhardt. Ich bin approbierte psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) und lege in meiner Arbeit einen besonderen Schwerpunkt auf Eltern mit seelischen Belastungen rund um die Geburt, die frühe Eltern-Kind-Bindung sowie die psychische Gesundheit junger Familien.
Die Übergangszeit in die Elternschaft ist eine tiefgreifende Lebensphase – voller Veränderungen, neuer Herausforderungen und oft auch Unsicherheiten. Nicht selten geraten Mütter (und Väter) in seelische Krisen, für die es bislang zu wenig Raum in unserer Gesellschaft gibt. In unserer Praxis möchte ich genau diesen Raum bieten: einfühlsam, respektvoll und professionell begleitet.
Mein Name ist Juliane Tröger. Ich bin ebenfalls approbierte psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) und habe in meinem bisherigen Berufsleben ein besonders großes Herz für die Patient:innen mit einer Borderline-Erkrankung entwickelt.
Ich weiß, wie herausfordernd ihr Weg manchmal sein kann – und gleichzeitig, wie viel Kraft, Mut und Lebendigkeit in jeder einzelnen Geschichte steckt.
Unser beruflicher Hintergrund
Wir verfügen gemeinsam über knapp 25 Jahre Erfahrung im stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereich und haben den Großteil dieser Zeit mit großer Leidenschaft gemeinsam auf einer multifamilientherapeutischen Eltern-Kind-Station gearbeitet. Dort begleiteten wir Mütter und Väter mit psychischen Erkrankungen sowie deren Kinder.
Über die Jahre entwickelten wir unsere therapeutische Expertise stetig weiter– mit dem klaren Fokus, Eltern bestmöglich in belastenden Lebensphasen zu begleiten und so eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu unterstützen.
Weiterbildungsschwerpunkte von Vicki Gebhardt:
- Systemische Beraterin (DGSF, 2015)
- Zertifikatslehrgang Insoweit erfahrene Fachkraft Kinderschutz (2018)
- Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie, 2021)
- Zusatzqualifikation in verhaltensorientierter Eltern-Kind-Psychotherapie (2024)
- Weiterbildung zur Fachkraft für frühkindliches Schlafverhalten (2025)
Weiterbildungsschwerpunkte von Juliane Tröger:
- Trainer für Multifamilientherapie (2016)
- Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie, 2022)
- zertifizierte Zaubertherapeutin ® (2023)
- Fachkunde Gruppentherapie (2025)
Diese Kombination aus klinischer Erfahrung, systemischem Verständnis und entwicklungspsychologischem Wissen prägt unsere therapeutische Haltung.
Wofür wir stehen
Wir glauben daran, dass Verstehen heilsam ist – und dass Veränderung dort beginnen kann, wo Menschen sich gesehen, ernst genommen und nicht bewertet fühlen. In unserer Praxis bieten wir Eltern einen geschützten Raum, in dem auch Unsicherheiten, Erschöpfung oder ambivalente Gefühle Platz haben. Gemeinsam betrachten wir, was stärkt – und was vielleicht entlastet.
Unsere Leistungen
Einzeltherapie
jede Sitzung umfasst 50 Minuten
Kosten: orientieren sich an der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), aktuell 100,55 €
Hinweise zu den Möglichkeiten der Kostenerstattung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Im Zentrum unserer psychotherapeutischen Arbeit steht die Begleitung von Menschen, die sich im Rahmen ihrer Elternschaft mit emotionalen Belastungen, Ängsten oder tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert sehen.
Unsere Einzeltherapien richten sich insbesondere an:
- Mütter mit peripartalen Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten, Zwangsgedanken, Erschöpfung oder ambivalenten Gefühlen gegenüber dem Kind
- Väter, die sich in ihrer neuen Rolle überfordert oder außen vor fühlen
- Menschen mit eigener Bindungsunsicherheit, früheren Traumata oder schwierigen Vorerfahrungen, die ihre Elternschaft beeinflussen
- Frauen mit schwierigen Schwangerschaftsverläufen, Geburtserfahrungen oder Verlusterfahrungen (Fehlgeburt, stille Geburt, etc.)
Der therapeutische Rahmen bietet Ihnen die Möglichkeit, sich ohne Bewertung mit dem eigenen emotionalen Erleben auseinanderzusetzen und alternative Handlungsstrategien zu entwickeln, um sich langfristig stabilisieren und entlasten zu können.
Paar- und Familientherapien
Paartherapie
jede Sitzung umfasst 60 Minuten
Kosten: 125 €/ Sitzung
Familientherapie
jede Sitzung umfasst 90 Minuten
Kosten: 175 €/ Sitzung
Elternschaft betrifft nie nur den Einzelnen, sondern wirkt sich immer auch auf das gemeinsame „System“ aus. Gerade im Kontext postpartaler Krisen oder Regulationsstörungen des Kindes geraten viele Familien an ihre Grenzen und erleben insbesondere ihre Beziehungen - ob nun auf Paarebene oder zu ihren Kindern - als belastet.
In der Familien- oder Paartherapie helfen wir Ihnen dabei, wieder zu einer unterstützenden und wertschätzenden Kommunikation zurückzufinden und dabei die Bedürfnisse aller Parteien verstehen und berücksichtigen zu lernen. Dies bietet sich beispielsweise in folgenden Situationen an:
- Konflikte und Kommunikationsschwierigkeiten in der Partnerschaft
- Belastungen durch die psychische Erkrankung eines Elternteils
- herausfordernde Übergänge (z. B. vom Paar zur Elternrolle)
- Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kind
Säuglings- und Kleinkindberatung
Umfassende Informationen zu unserem Angebot finden Sie im Bereich Säuglingssprechstunde.
Wenn Ihr Baby sehr viel schreit, schlecht schläft, nicht essen möchte oder Sie sich als Eltern zunehmend hilflos fühlen, entsteht häufig ein hoher Leidensdruck, verbunden mit Selbstzweifeln und Erschöpfung.
Im Rahmen unserer Säuglings- und Kleinkindberatung bieten wir Unterstützung bei:
- Regulationsstörungen (Schreien, Schlafen, Füttern)
- hoher Anspannung und Reizbarkeit beim Säugling
- Schwierigkeiten im elterlichen Umgang mit Bedürfnissen, Grenzen oder Beruhigung
- Verunsicherung im Bindungsaufbau
Elternworkshops
Informationen zu Terminen und Kosten entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Kursangebot.
Ergänzend zu Einzel- und Familiensettings bieten wir regelmäßig Gruppenkurse und Eltern-Workshops zu spezifischen bindungsrelevanten Themen an. Diese Formate ermöglichen eine effiziente, praxisnahe Wissensvermittlung in kompakter Form. Sie verbinden fachliche Beiträge mit der Arbeit an persönlichen Beispielen und bieten Raum für Reflexion und Austausch. Durch den direkten Bezug zum eigenen Alltag entstehen nachhaltige Lernerfahrungen und neue Perspektiven. Welche Themen wir aktuell anbieten, können Sie unter „Kurse“ einsehen.
Fortbildungen und Dozententätigkeit für Fachkräfte
Entsprechende Anfragen nehmen wir gern persönlich entgegen.
Wir geben unser Fachwissen mit großer Freude in Workshops, Fortbildungen oder im Rahmen von Fallberatungen an Fachkräfte aus verschiedensten Wirkungsbereichen weiter.
Dafür bieten wir Inhouse-Schulungen, Workshops oder Vorträge auf Honorarbasis an, welche thematisch individuell und zielgruppenbezogen abgestimmt werden können. Vorstellbare Themenkomplexe sind beispielsweise:
- Bindungsfördernde Beratung und Begleitung
- Peripartale Erkrankungen verstehen
- Elternarbeit in belasteten Familiensystemen
- Umgang mit Regulationsstörungen im (früh)pädagogischen Alltag
- Babyschlaf
- Kinder psychisch kranker Eltern
Wer übernimmt die Kosten?
Bei unserer Praxis handelt es sich um eine psychotherapeutische Privatpraxis. Das bedeutet: Wir arbeiten außerhalb des Systems der Krankenkassen. Sie kommen also selbstbestimmt und direkt zu uns. So ist es möglich, aufgrund individueller Terminabsprachen die Wartezeiten zu verringern. Eine Bewilligung der Therapie durch Ihre Krankenkasse ist im Regelfall nicht erforderlich. Eine Diagnosevergabe ist somit nicht zwingend Voraussetzung für eine Behandlung. Auch die Dauer der Behandlung wird individuell festgelegt.
Da wir nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, sind die Sitzungen Selbstzahlerleistungen. Sie erhalten von uns eine Rechnung und müssen die Kosten eigenständig begleichen. Die Kosten orientieren sich an der Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP) und werden transparent vorab besprochen.
Je nach Ihrer Versicherungssituation gibt es zudem aber unterschiedliche Möglichkeiten der Kostenerstattung:
1. Selbstzahler:innen
Viele Patient:innen entscheiden sich bewusst dafür, die Kosten selbst zu tragen. Das bringt Unabhängigkeit, Flexibilität und Vertraulichkeit mit sich.
2. Private Krankenversicherung (PKV)
Wenn Sie privat versichert sind, übernimmt Ihre Versicherung in der Regel die Kosten der Behandlung vollständig oder anteilig, je nach Vertrag. Es ist sinnvoll, vorab mit Ihrer Krankenkasse die geplante Therapieaufnahme zu besprechen. Wir unterstützen Sie gerne mit den möglicherweise benötigten Unterlagen.
3. Beihilfe / Heilfürsorge
Beamt:innen mit Beihilfeanspruch sowie Soldat:innen mit Versorgungsanspruch der freien Heilfürsorge erhalten in der Regel einen großen Teil der Therapiekosten erstattet. Auch hier richtet sich der Umfang nach Ihrem individuellen Anspruch. Ein Antrag auf Psychotherapie ist meist unkompliziert möglich.
4. Kostenerstattungsverfahren für gesetzlich Versicherte
In bestimmten Fällen können gesetzlich Versicherte psychotherapeutische Leistungen in einer Privatpraxis über ihre Krankenkasse erstattet bekommen – das nennt sich „Kostenerstattungsverfahren“ (§13 Abs. 3 SGB V). Folgende Voraussetzungen sollten dafür erfüllt sein:
- Dringender Behandlungsbedarf liegt vor.
- Sie haben nachweislich keinen freien Therapieplatz bei kassenärztlich zugelassenen Therapeut:innen innerhalb einer zumutbaren Wartezeit (in der Regel 3 Monate) gefunden.
- Sie haben bei mehreren Praxen erfolglos angefragt (mind. 5 Nachweise oder Dokumentation von Absagen).
- Sie stellen einen schriftlichen Antrag auf Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse. Wir unterstützen Sie gerne mit den möglicherwiese benötigten Unterlagen.
Sie haben Fragen zu den Kosten der Behandlung?
Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf, um zu klären, wie die Kostenregelung für Sie aussehen kann. Gemeinsam finden wir einen Weg, der zu Ihrer Situation passt.
Das AOK Plus-Programm "Mental gesund"
Die AOK Plus bietet ab 01.01.2026 für seine Versicherten ein Präventionsprogramm an, dass Menschen in seelischen Belastungssituationen unterstützen und ihnen zeitnah Entlastung bieten soll.
Zielgruppe: Patienten der AOK Plus ab 16 Jahre
Zweck: Förderung von Stressmanagement, Entspannungsfähigkeit und
Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen Belastungsfaktoren
ggf. auch zur Überbrückung der Wartezeit bis zur Aufnahme einer
Psychotherapie
Umfang: 1 Erstgespräch zur Erhebung der aktuellen Belastungssituation
4 Einzelgespräche zur Bearbeitung der konkreten Belastung
1 Nachgespräch
Jede Gesprächseinheit umfasst 60 Minuten.
Um Zugang zum "Mental gesund"-Programm zu erhalten, füllt Ihr Hausarzt den „Antrag auf ein AOK Plus Angebot“ aus. Diesen können Sie von uns oder Ihrer AOK Plus erhalten. Danach erfolgt die Weiterleitung des Antrags an Ihre Krankenkasse, die Ihnen dann einen Gutschein für das „Mental gesund“-Programm ausstellt. Über diesen erfolgt die Abrechnung der therapeutischen Leistungen.